
Der Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 zog erhebliche Belastungen der ostdeutschen Bevölkerung nach sich. Während in der DDR Vollbeschäftigung bestand, führten die währungspolitischen und wirtschaftlichen Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Beitritt in kurzer Zeit zu einer extrem hohen Arbeitslosenrate.
Die wirtschaftliche Unsicherheit in einem sehr großen Anteil der ostdeutschen Bevölkerung war mit Hoffnungslosigkeit und Zukunftsangst in allen Bevölkerungsschichten verbunden. Das führte zu einer depressiven Stimmung in ganz Ostdeutschland Anfang der 1990er Jahre und hat bis heute Auswirkungen. Ich vertrete die These, dass es sich um ein kollektives Trauma handelt, das die Ostdeutschen Anfang der 1990er Jahre erlitten haben. Ich untersuche diese These in einem Buch, das gerade am Entstehen ist.
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